Gewichtiges

Wir sind gerne auf Reisen mit «Mäxu», unserem Töff. Bei diesem Gefährt handelt es sich um ein knapp 300 kg schweres Stück Eisen in Form eines Bügeleisens mit Rädern. Ist übrigens auch so zu fahren…

Aber da wir auf zusammengerechnet gut 230’000 km sehr abwechslungsreichen Reisens zu Zweit auf diesem Klümpchen kommen (eigentlich ist es das dritte Fahrzeug, aber immer Egli VMax), haben wir uns mittlerweile recht gut daran gewöhnt.

Ein bisschen stolz sind wir ja schon, vor allem wegen der (bisher – Holz berühren) unfallfreien Fahrt, z.B. mit Zelt und Matratzen, Kameras, Winterausrüstung, nie benötigten Ersatzteilen etc., aber auch schon ohne vernünftiges Essen und Wetter und das auch mal vom Nordkapp herunter oder von Vancouver nach Los Angeles sowie über unzählige Pässe mit mistigen Strassenbelägen.

Man wird älter. Und etwas besser bei Kasse. Deshalb konnten wir vor 20 Jahren schon Mäxu Nr. 2 mit einem vernünftigen Fahrwerk ausrüsten. Solche Einzelanfertigungen sind tatsächlich nicht ganz billig, aber endlich blieb der Rahmen stabil und man konnte kurven und bremsen wie ein Grosser.

Der jetzige Mäxu Nr. 3 bekam dann letztes Jahr nochmal ein Upgrade; diesmal die Stossdämpfer. Wieder ein kassenleerendes Profi-Teil, aber x-fach einstellbar und speziell für diesen Töff und das Riesengewicht zusammengebaut – und aus Schweden!

Leider war das unserem wirklich verehrten, bewährten und langjährigen Mech dann doch zu viel. Zuerst wurde der Stossdämpfer falsch montiert (fiel ausgerechnet bei der offiziellen Fahrzeugprüfung auf) und danach, nach ein paar Monaten, zwar korrekt, aber doch wieder nicht so, wie wir das besprochen hatten. Ergebnis: noch weniger Bodenfreiheit, d.h. in jeder Kurve schleifen wir mit dem halben Gerät laut kratzend über den Asphalt. Vorher war es nur in jeder zweiten Kurve…

Nach einem längeren Telefonat mit dem Generalimporteur war klar(er), weshalb: die Stossdämpfer wurden maximal verkürzt eingebaut, könnten aber 10 mm länger sein. Das würde schon etwas helfen. Also werden wir nochmal zum Mech fahren und den Stengel korrigieren lassen. So sollten wir es wieder leicht und elegant wie eh und jeh durch die Botanik schaffen. Räusper. Na ja, an der Leichtigkeit arbeiten wir noch. Auch an der Eleganz noch a bisserl. Es geht halt um ein Fahrgewicht von ca. 470 kg…

Nicht mehr lange bis zur grossen Reise. Es gibt noch viel zu packen. Und ein paar Grade wärmer wären dann auch nicht schlecht.

Sieht schön aus – und kurz…