Langsames rasen

Hätten wir doch nur gestern getankt! Trotz früher Weckzeit und «nid lauere» kamen wir nur wenig vor 10 Uhr wieder auf die Bahn. Von dort ging’s weiter, knapp an Potsdam und Berlin vorbei, durch das Mecklenburger Grossseenland, via Rostock und Stralsund bis nach Sassnitz.

Dass wir die 400 km in 4 Stunden schafften, grenzt an ein Wunder. Das liegt nicht etwa am Fahrzeug, im Gegenteil, sondern an kilometerlangen Baustellen und einem, für einen Sonntagmorgen, sehr hohen Verkehrsaufkommen.

Das führte zu einem recht hektischen Fahrstil: vom 5 bis 200 km/h lag alles drin, und leider in sehr kurzen Abständen. Wie auch immer: das Reiseglück war uns hold und wir durften pünktlich um 14:10 einchecken.

Das motorische (oder notorische?) Kräftemessen ging gleich weiter: die Schnellfähre mit 2×2 riesigen Jetantrieben bugsierte uns in nur zweieinhalb Stunden rüber nach Schweden, in die Altstadt von Ystad, wo wir im kleinen, feinen und uralten Hotel Sekelgården unser Gepäck fallen liessen, um gleich anschliessend durch das schöne Städtchen zu flanieren und den langen Tag chinesisch zu beenden.

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