Die Mezquita lockt; auch wenn es schwer fällt, sich vom Camping in Granada zu trennen.

Aber die Mezquita-Catedral de Córdoba gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und war bis vor einem halben Jahrtausend die Hauptmoschee des maurischen Spaniens. Die damaligen Kalifen liessen das Gebäude immer wieder ausbauen; sie ist bis heute mit 23’000 m2 immer noch der grösste Moscheebau der Welt.

Danach pfuschte der dominanter werdende Katholizismus ins Bau- und Kunstwerk und verpasste dem riesigen Gebäude noch ein gotisches Kirchenschiff sowie einen Glockenturm und ein paar weitere, goldene Schwülstigkeiten.

Leider ist es heiss, sehr heiss. Davor wurden wir zum Glück von der Meteo-App gewarnt, weshalb wir schliesslich auf den geplanten Hotelaufenthalt verzichten. Wir hatten uns, vielleicht etwas halbherzig, zunächst für ein Hotel entschieden, weil es rund um Cordoba keine Campingplätze gibt. Übrigens sind es heute bereits zwei Wochen her, seit wir einem kalten und nassen Oberburg gestartet sind!

Aber erste Eindrücke konnten wir von Cordoba trotzdem sammeln; auch ausserhalb der Mezquita. Eigentlich hat uns diese Stadt mit ihrem Wahrzeichen sogar noch einen Tick besser gefallen als Granada mit der Alhambra. Aber eben: die Hitze 😉

Im dichter werdenden Abendverkehr suchen wir uns einen Weg vorbei an den riesigen Menschenmassen, die zum Fussballstadion wogen. Bei 34 Grad an der prallen Sonne. Das wird sicher ein heisses Spiel…

Bei der Fahrt nach Cordoba wurden wir von einem Mini-Tsunami im Camper überrascht; der WhatsApp-Status erzählt mehr darüber. Die Wegfahrt hingegen verläuft ohne weitere Pannen. Erika hat uns für eine Übernachtung im Camping «La Bella Vista» bei Manilva einquartiert. Wie der Name schon sagt, ist der Blick auf das Meer sehr schön. Aus der einen Übernachtung werden darum auch drei, aber davon später mehr…

Die 856 Hufeisensäulen aus Jaspis, Onyx und Marmor stützen den riesigen Betsaal, welcher zwei Drittel des 179 mal 134 Meter grossen Gebäudes einnimmt.