Sierra Nevada
Richtig cooler Name – erinnert mich an meine frühe Jugendzeit, als mein Grossvater Heftli las von Jerry Cotton und von irgendwelchen heldenhaften Cowboys. Wenn ich einem dieser Heftlis begegnete, schnappte ich immer mindestens die Titelzeilen auf, zum Beispiel „Todesritt in die Sierra Nevada“.
Was die markante Bergkette quer durch Andalusien mit Grossvater’s Cowboys zu tun hat, kann ich nur schwer erraten. Aber einen Todesritt haben wir heute jedenfalls nicht vor, als der Wecker uns um 7 Uhr aus den Federn klingelt, auch wenn es sich in den ersten Sekunden so anfühlt 🥱
Schiebetüre einen Spalt auf: was ist das? Nebel? Trotzdem setzen wir uns mit Erika’s famosem Spiegelei und Speck Superbooster mit Tee und Kaffee nach draussen, wo es langsam dämmert.

Uns zieht es un die Höhen der Sierras. Nach über zwei Stunden, vielen spritvernichtenden Steigungen und engen Kurven keucht unser braver „Sprinter“ Richtung Guadix.

Guadix ist laut Wikipedia eine Stadt in einer fruchtbaren Hochebene im Nordosten der Provinz Granada in 915 m Höhe am Ufer des Río Guadix. Ihre zahlreichen noch aktiv bewohnten Höhlenwohnungen mit den charakteristischen Lüftungskaminen faszinieren uns.

Auf dem Rückweg zu unserem Camingplatz verfahren wir uns kurz aber heftig, gehen tanken und Scheiben waschen und wechseln Eingangs Camping noch die Wasser, d.h. Grauwassertank und Toilette leeren sowie Frischwasser nachfüllen.
Danach kurzer Apéro und Erika startet ein feines Safranrisotto und ich den Grill. Während er aufheizt, montiere ich die Velos an den Träger. Es gibt morgen auch so noch genügend zu packen vor unserer Fahrt nach Granada. Die vier Nächte hier im Cabo de Gata waren sehr entspannend…